Marktüberblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anzahl verfügbarer Angebote | 0 |
| Monatliche Raten | — |
| Laufzeiten | — |
| Lieferzeit | — |
| Leistung | — |
| Angebote vom | 10.9.2026 |
Zuletzt aktualisiert am 28. August 2026
BMW X6 M im Auto-Abo: 625 PS, ohne sich darauf festzulegen
Der BMW X6 M ist die Spitze der X6-Baureihe: 4,95 Meter langes SUV-Coupé, 4,4-Liter-V8 mit zwei Turboladern, 625 PS, 750 Nm, 2.445 Kilogramm. Seit der Modellpflege 2023 gibt es ihn ausschließlich als Competition – die schwächere Basisversion hat BMW gestrichen. Damit ist der X6 M kein Zwischenschritt mehr, sondern eine einzige, sehr eindeutige Ansage.
Für ein Auto dieser Art ist das Abo die passendere Vertragsform. Der Grundpreis liegt bei rund 172.000 Euro, und was ein sechsstellig teures Nischenmodell in zwei oder drei Jahren noch wert ist, lässt sich schwer vorhersagen – im Abo trägt dieses Restwertrisiko der Anbieter. Dazu kommen die Posten, die bei diesem Auto überdurchschnittlich ausfallen und trotzdem in der Monatsrate stecken: die Vollkaskoprämie für 625 PS, die Kfz-Steuer für 4.395 Kubikzentimeter Hubraum, die Wartung und vor allem die Bereifung. Der X6 M rollt serienmäßig auf Mischbereifung – 295/35 R21 vorn, 315/30 R22 hinten. Weil die Räder vorn und hinten unterschiedlich groß sind, lassen sie sich nicht tauschen; die Hinterreifen sind zuerst durch und müssen einzeln ersetzt werden. Im Abo ist das ein Thema des Anbieters, nicht Deins.
Der BMW X6 M: Drei Generationen seit 2009
- E71 (2009–2014): Der erste X6 M kam 2009 mit 555 PS und 680 Nm aus einem 4,4-Liter-V8 mit Biturbo-Aufladung, 0 bis 100 km/h in 4,7 Sekunden. Wichtiger als die Zahlen war der Bruch mit der M-Tradition: Der X6 M war zusammen mit dem X5 M das erste M-Modell mit Allradantrieb und Automatikgetriebe. Bis dahin hatte M ausschließlich hinterradgetriebene Autos gebaut.
- F86 (2015–2019): Premiere auf der LA Auto Show 2014, im Markt ab 2015 mit 575 PS und 750 Nm und 4,2 Sekunden auf 100 km/h. Das Konzept blieb unverändert, die Leistung stieg, die Achtgang-Automatik wurde zum Standard.
- F96 (seit 2020): Vorgestellt im Herbst 2019, öffentliche Premiere wieder auf der LA Auto Show, im Markt seit April 2020. Zum Start gab es zwei Stufen: den X6 M mit 600 PS und den X6 M Competition mit 625 PS.
Gebaut wird der X6 M seit der ersten Generation im BMW-Werk Spartanburg in South Carolina – dort, wo auch der X5, der X7 und der XM entstehen.
Die aktuelle Generation (F96, seit 2020)
Im April 2023 kam die überarbeitete Version in den Handel, und mit ihr zwei grundlegende Änderungen. Erstens fiel der 600-PS-X6-M ersatzlos weg: Seitdem ist der Competition die einzige Variante. Zweitens bekam der V8 eine 48-Volt-Mildhybrid-Stufe – das erste Mal überhaupt in einem Hochleistungsmodell von BMW M. Der Elektromotor sitzt im Getriebe und steuert 12 PS und 200 Nm bei, vor allem beim Anfahren und beim Herausbeschleunigen aus niedrigen Drehzahlen, wo der Turbolader noch keinen vollen Ladedruck aufbaut.
Innen sitzt seit der Überarbeitung das BMW Curved Display aus 12,3-Zoll-Instrumentendisplay und 14,9-Zoll-Control-Display unter einer gemeinsamen Glasfläche, dahinter das Operating System 8.5 mit Sprachassistent und Over-the-Air-Updates.
Bei den Maßen kostet die Coupé-Dachlinie Platz: 4.948 Millimeter Länge, 2.019 Millimeter Breite, 2.972 Millimeter Radstand – aber nur 580 Liter Kofferraum, umgeklappt 1.530 Liter. Der X5 bietet auf gleichem Radstand deutlich mehr. Im Fond kostet das abfallende Dach Kopffreiheit, und die Zuladung ist mit 670 Kilogramm für ein Auto dieser Größe knapp bemessen. Gebremst darf der X6 M 3.000 Kilogramm ziehen – 500 Kilogramm weniger als die schwächeren X6-Modelle, und nur, wenn eine Anhängerkupplung verbaut ist. Die kostet beim Neuwagen extra und fehlt in vielen Fahrzeugen.
Der wichtigste Kritikpunkt betrifft die Federung. Die serienmäßigen 21 Zoll vorn und 22 Zoll hinten lassen so wenig Reifenflanke übrig, dass kurze Stöße und Querfugen praktisch ungefiltert durchkommen – auch im komfortabelsten Fahrmodus. Eine Luftfederung, wie sie die Sechszylinder-X6 gegen Aufpreis bekommen, gibt es für den X6 M nicht.
Motorisierung: ein Antrieb, keine Alternative
Beim X6 M gibt es nichts zu wählen. Der 4,4-Liter-V8 leistet 625 PS bei 6.000 Umdrehungen und liefert 750 Nm zwischen 1.800 und 5.800 Touren, dazu kommt der 48-Volt-Boost. Die Kraft geht über ein Achtgang-M-Steptronic-Getriebe mit Drivelogic an den Allradantrieb M xDrive, der das Drehmoment hecklastig verteilt. 0 bis 100 km/h dauert 3,9 Sekunden, bei 250 km/h wird abgeregelt; das M Driver's Package hebt die Grenze auf 290 km/h.
Beim Verbrauch solltest Du ehrlich rechnen. Der WLTP-Wert liegt bei 12,6 bis 12,8 Litern auf 100 Kilometer, im Alltag wird es selten weniger, und BMW empfiehlt für seine Hochleistungsmotoren Kraftstoff mit ROZ 98 – also Super Plus. Bei 83 Litern Tankinhalt ist das ein spürbarer Posten, der zusätzlich zur Abo-Rate anfällt.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Einen eigenen Euro-NCAP-Crashtest hat der X6 nie durchlaufen. Der technisch eng verwandte X5 holte 2018 die vollen fünf Sterne bei 89 Prozent für den Erwachsenenschutz.
Serienmäßig an Bord sind der Driving Assistant mit Spurverlassens-, Spurwechsel- und Querverkehrswarnung sowie Ausstiegswarnung, der Parking Assistant mit Rückfahrkamera, Rückfahrassistent und Anhängerassistent, dazu Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion, Aufmerksamkeitsassistent und Active Protection. Ebenfalls Serie: das vollfarbige Head-up-Display, das beim X6 M zum Live Cockpit Professional gehört – in den schwächeren X6 kostet es Aufpreis.
Die aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go sowie der Lenk- und Spurführungsassistent stecken dagegen im Driving Assistant Professional, und den gibt es für den X6 M nicht einzeln, sondern nur im Innovationspaket zusammen mit dem Parking Assistant Professional. Ein Detail, das bei viel Autobahn ins Gewicht fällt: Den Autobahnassistenten, der auf freigegebenen deutschen Autobahnabschnitten bis 130 km/h freihändiges Fahren erlaubt, bietet BMW für den X6 M gar nicht an. In der gesamten X6-Baureihe steht er nur für den M60i in der Liste.
Verzögert wird über Bremsscheiben in Compound-Bauweise. Bei 2,4 Tonnen und 625 PS ist das keine Kür.
Ausstattung: Viel ist Serie, der Rest steckt in Paketen
Im Abo übernimmst Du ein fertig konfiguriertes Fahrzeug – die Ausstattungsliste im Angebot entscheidet also, wie sich Dein X6 M anfühlt. Die gute Nachricht: Der Competition ist ab Werk sehr vollständig. Vollleder Merino, M Multifunktionssitze, Sitzheizung vorn, elektrische Sitzverstellung mit Memory, Alcantara-Dachhimmel, lederbezogene Instrumententafel, Vierzonen-Klimaautomatik, Harman-Kardon-Anlage, Komfortzugang und die M Sportabgasanlage gehören zum Standard.
Auch fahrdynamisch musst Du nichts suchen: Das Adaptive M Fahrwerk Professional ist Serie und bringt die aktive Wankstabilisierung und das M Sportdifferenzial mit, das die Kraft zwischen den Hinterrädern verteilt. Deshalb legt sich der X6 M in Kurven kaum zur Seite, obwohl er hoch baut und schwer ist. Eine mitlenkende Hinterachse gibt es hier allerdings nicht – die Integral-Aktivlenkung bleibt dem X6 M60i vorbehalten. Beim Rangieren merkst Du das.
Was zwei X6-M-Angebote wirklich unterscheidet, ist überschaubar:
- Innovationspaket: Driving Assistant Professional und Parking Assistant Professional. Die einzige Möglichkeit, an die volle Assistenzstufe zu kommen – einzeln bestellbar sind die beiden nicht.
- Komfortpaket Plus: aktive Sitzbelüftung vorn, Massagefunktion, Soft-Close-Automatik, Akustikverglasung und Ambient Air Paket im Bündel. Sitzbelüftung und Massagefunktion lassen sich auch einzeln ordern.
- Panorama-Glasdach Sky Lounge: nur im Travel- oder im Ultimate-Paket zu haben.
- M Driver's Package: hebt die Abriegelung von 250 auf 290 km/h.
- Bowers & Wilkins Diamond Surround Sound: die deutlich aufwendigere Alternative zur serienmäßigen Harman-Kardon-Anlage.
- Anhängerkupplung: Ohne verbaute Kupplung nützen Dir die 3.000 Kilogramm Anhängelast nichts. Prüfe das im Angebot ausdrücklich.
Ausblick: Ein Auto am Ende seines Zyklus
Ende Juni 2026 hat BMW die neue X5-Generation vorgestellt – mit Neue-Klasse-Designsprache und erstmals einer vollelektrischen Variante. Das SUV-Coupé folgt dem X5 traditionell mit Abstand; ein Nachfolger für den X6 M ist bislang nicht angekündigt.
Für Dich heißt das schlicht: Was heute im Abo steht, ist der F96 in seiner Ausbaustufe seit 2023 – ein ausgereiftes Auto mit aktueller Bedienoberfläche, dessen Technik sich seit drei Jahren nicht mehr verändert hat.
Der X6 M im Auto-Abo: Anbieter, Raten und Konditionen
Der X6 M ist im Abo eine Rarität. Anders als beim X5 oder X3 stehen hier keine Dutzende Fahrzeuge zur Auswahl, sondern meist ein oder zwei Angebote – am ehesten bei Anbietern mit ausgeprägtem Premium-Portfolio wie FINN oder FAAREN.
Bei den Raten musst Du den vierstelligen Bereich einplanen, und darin deutlich weiter oben landen als bei einem X6 mit Sechszylinder. Kurze Laufzeiten und große Kilometerpakete treiben den Preis zusätzlich. Rechne den Sprit separat dazu: Bei knapp 13 Litern Super Plus wird das Tankbudget zu einem eigenen Posten neben der Monatsrate.
Für wen passt der BMW X6 M?
Der X6 M passt, wenn Du die Leistung eines Sportwagens in einem Auto willst, das trotzdem fünf Sitze, 580 Liter Kofferraum und Allradantrieb hat – und wenn Dir der sehr direkte Federungskomfort nichts ausmacht. Auf der Landstraße und bei zügiger Autobahnfahrt spielt er seine Stärken aus; in der Stadt sind zwei Meter Breite, 22-Zoll-Räder und die schlechte Sicht nach hinten täglich spürbar.
Willst Du dieselbe Leistungsklasse mit mehr Platz und besserer Übersicht, ist der X5 die vernünftigere Basis. Suchst Du das extrovertierteste M-Modell überhaupt, führt der Weg zum XM, der als Plug-in-Hybrid auch rein elektrisch fahren kann. Und wenn es keine Hochsitzposition sein muss, bietet der M5 vergleichbare Fahrleistungen als Limousine oder Touring. Aus anderen Häusern konkurrieren Audi RS Q8, Porsche Cayenne und Mercedes GLE.
So findest Du den besten BMW X6 M Abo-Deal
- Assistenzumfang prüfen: Ist das Innovationspaket an Bord? Ohne den Driving Assistant Professional fehlen aktive Geschwindigkeitsregelung und Lenkassistent – nachrüsten kannst Du das im Abo nicht.
- Sitzausstattung checken: Sitzbelüftung und Massagefunktion sind Aufpreis-Extras. Auf langen Strecken machen sie mehr Unterschied als jede Lackierung.
- Anhängerkupplung suchen: Nur mit verbauter Kupplung darf der X6 M überhaupt ziehen.
- Kilometerpaket großzügig wählen: In dieser Klasse werden Zusatzkilometer entsprechend teuer abgerechnet – das ist der häufigste versteckte Kostenfaktor.
- Tankbudget einplanen: Rund 13 Liter Super Plus auf 100 Kilometer kommen zur Rate obendrauf.
- Schnell sein: X6-M-Angebote sind selten. Ist eines vergeben, kann es dauern, bis das nächste auftaucht.
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